Ein Folgewunder ist nicht leicht

Liebe Freunde. Nun ist es an der Zeit euch mitzuteilen, dass die SternenWutz bald ein Helferlein mehr haben wird. 
Anni und Hailey bekommen im Februar 2016 ein Geschwisterchen. 

Wie ihr euch sicher vorstellen könnt, ist die Angst riesengroß, sodass es uns ganz schön viel Kraft kostet irgendwie positiv zu bleiben und zu hoffen, dass diesmal alles gut wird. 
Wir haben keine großen Ansprüche an diese Schwangerschaft, wir wünschen uns einfach nur, dass wir bald ein gesundes schreiendes Geschwisterchen im Arm halten halten dürfen. 

Wir haben in letzter Zeit öfter Dinge gehört wie "jetzt geht's euch ja wieder gut", "ich müsst die Zeit genießen und euch freuen" "lass dich von der Kotzerei nicht ärgern" usw...
Das ist bestimmt ganz lieb gemeint, ich nehme es wirklich keinem übel. Aber ich würde gerne etwas klarstellen: 
Anni und Hailey sind und bleiben unsere ersten Kinder und dieser Platz wird für immer leer bleiben. Unser Folgewunder hat nicht die Aufgabe diese Lücke zu füllen. 
Dieses Baby unter meinem Herzen soll nicht kommen um uns zu trösten oder um so zu tun als wäre nie etwas passiert. Dieses Baby kommt mit seinen ganz eigenen Aufgaben und mit den zwei besten Schutzengel-Schwestern, die man sich wünschen kann. 
Wahrscheinlich kann man das schwer nachvollziehen, wenn man es nicht selbst erlebt hat, aber es gibt nichts zu genießen. Schließlich wurde man schon einmal vom Schicksal aufs Kreuz gelegt. Für uns reicht es vollkommen aus, wenn uns die Angst nicht komplett lahm legt, wenn wir uns zwischendrin für ein paar Sekunden trauen über unsere Zukunft zu sprechen. Mehr Ansprüche darf man auch , so glaube ich zumindest, in dieser Situation nicht haben. Wir sind mehr als zufrieden, dass wir es irgendwie schaffen - trotz allem - Vorbereitungen fürs Baby zu treffen und zwar genauso aus vollem Herzen, wie wir es für unsere Zwillingsengel getan haben. 

Das es nicht leicht wird, damit haben wir gerechnet. Das unsere Freude getrübt ist, das war uns von Anfang an klar. Es wird uns auf diesem harten langen Weg der Schwangerschaft immer die Angst im Nacken sitzen und fast die Kehle zuschnüren. Uns ist jede Sekunde klar, dass wir es nicht nochmal schaffen werden ein Kind zu den Sternen reisen zu lassen. Diesmal würde neben dem kleinen weißen Kindersarg noch ein weiterer stehen. Und trotzdem waren wir mutig und trotzdem versuchen wir tapfer zu sein und trotzdem kämpfen wir mit aller Kraft gegen die Angst und beten und hoffen und Vertrauen darauf, dass Anni und Hailey ihren Job als Schutzengel gut machen werden. 

Ja, mir geht's körperlich ziemlich mies. Das hat uns auch schon ein paar Mal ins Krankenhaus verschlagen. Und dennoch ist uns das alles egal, wir nehmen alles in Kauf und sehen es nicht als ärgerlich an oder beklagen uns - solange es dem Baby gut geht. 

Lange Rede kurzer Sinn - die SternenWutz wird weiter existieren, wir werden weiter schlaflose Nächte an der Nähmaschine verbringen und wir werden euch trotzdem begleiten wie bisher. Es ändert sich also nichts, außer dass wir vielleicht ab und an nicht mehr so spontan irgendwo sein können. Deshalb wäre es gut, uns so schnell wie möglich im Notfall zu kontaktieren, dass wir euch wie gewohnt zur Seite stehen können. 

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